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Slate bringt preisgünstigen Elektro-Pick-up auf den US-Markt

Slate bringt preisgünstigen Elektro-Pick-up auf den US-Markt

Die noch junge US-Marke Slate hat es sich zum Ziel gesetzt, einen möglichst günstigen Pick-up mit Elektromotor auf den Markt zu bringen. Ab sofort sind Bestellungen möglich. Dabei klingt das Angebot durchaus verlockend, denn das Fahrzeug kostet umgerechnet keine 22.000 Euro. Schnell waren 180.000 Reservierungen erreicht, 10.000 davon bestellten letztendlich tatsächlich. Tendenz steigend.

Ein Elektro-Pick-up auf dem US-amerikanischen Markt? Nicht einfach, denn die US-Regierung hat die Subventionen für Elektro-Fahrzeuge massiv gestrichen mit der Folge, dass ihr Marktanteil auf unter fünf Prozent gesunken ist. Keine guten Vorzeichen, um so cleverer ist der günstige Preis des neuen Elektro-Pick-up. Tatsächlich hätte das Auto das Zeug dazu gehabt, sich rasant zum Kassenschlager zu entwickeln. Aufgrund des schwierigen Standes von E-Autos in den USA, dürfte der Slate nun eher als Zweit- oder Drittfahrzeug fungieren, abgeschoben in die Ecke der Lifestyle-Accessoires. Man fährt schließlich ein Elektrofahrzeug. Aber der US-amerikanische Markt ist groß, folglich kann man es sich auch in einer Nische finanziell bequem machen, eine gute Chance für den Slate.

Schaut man sich den Slate Pick-up genauer an, wird schnell klar, dass das junge Unternehmen so einiges ganz anders macht als andere Hersteller. Slate konzentriert sich bei dem kompakten E-Pick-up auf das Wesentliche. Serienmäßig läuft er unlackiert mit Stahlfelgen und klassischen Fensterkurbeln vom Band. Erst dann wird personalisiert. Für umgerechnet 440 Euro kann man die schiefergrauen Spritzguss-Paneele folieren lassen. Zudem sind diverse Anbauteile erhältlich, so dass der individuelle Slate rustikal, elegant oder modern wirken kann. Im Detail kann man bereits zum Marktstart aus einer sehr langen Liste von über 200 Zubehörteilen auswählen. Das kann muss aber nicht teuer werden, denn die große Mehrzahl dieser Teile kostet weniger als eben jene 440 Euro.

Für eine Karosserieform muss man sich bereits ab Werk entscheiden. Da gibt es das Squareback, ein aufrechtes SUV-Heck oder unter dem Namen Fastback eine Art Coupé Version. Beide Varianten bieten eine zweite Sitzbank sowie zusätzliche Airbags.

Der Slate Pick-up ist 4,43 m lang und 1,79 m breit. Die Höhe beträgt 1,76 m. Auf den US-amerikanischen Straßen ein kleines Fahrzeug. In Europa hingegen würde der Slate nicht weiter auffallen, ein Pick-up eben.

Vorn im Kofferraum ist Platz für 198 Liter Gepäck , die Pritsche fasst zusätzlich 1.047 Liter. In der SUV-Variante bleibt hinten eine Ladekapazität von 963 Litern ohne Rückbank.

Der Slate fährt mit einem im Heck verbauten Elektromotor. Dieser leistet 150 kW/204 PS. Gepowert wird das System von einer 52,7 kWh und einer 84,3 kWh Batterie. Allein mit dem kleineren der beiden Akkus beträgt die Reichweite etwa 330 km. Von 0 auf 100 km/h schafft es der E-Pick-up in acht Sekunden. Be 144 km/h wird abgeregelt. Auf einen Allradantrieb sowie einen Range Extender muss man verzichten.

Auslieferungsstart soll in den USA bereits Ende des Jahres sein. Ein Marktstart in Europa ist bisher nicht vorgesehen. Schade eigentlich, wo der Slate sich auf dem alten Kontinent doch so gut in die Riege der Elektro-Fahrzeuge einfügen würde.