Bravia Mobil Kastenwagen

Bravia Mobil – Praktische Kastenwagen mit einer Vielzahl an Grundrissvarianten

Kastenwagen liegen seit vielen Jahren im Trend. Das ist auch kein Wunder. So wie der VW Bulli früher der klassische Hippie-Camper war, so sind Kastenwagen heutzutage die Allrounder als Alltagsfahrzeug und Transportmittel unter der Woche als PKW Ersatz und Wohnmobil für die Freizeit am Wochenende.

Durch die hohen Verkaufszahlen dieser Fahrzeugklasse haben nahezu alle Hersteller ein oder mehrere Grundrisse im Programm. Waren am Anfang des Jahrzehnts rund 250 verschiedene Grundrisse erhältlich, hat sich die Zahl zum Modelljahr 2019 mit 680 auf dem deutschen Markt erhältlichen Grundrissen nahezu verdreifacht. Neben den Massenherstellern gibt es noch die reinen Kastenwagenhersteller wie Bravia Mobil. Angefangen hat es bei den Slowenen mit einem sechs Meter langen Kastenwagen mit quer eingebautem Heckbett.  Ein klassischer Grundriss, wie ihn nahezu jeder Anbieter im Programm hat. Aufgrund der sehr positiven Resonanz bauten die Slowenen zusätzlich einen 6,36 Meter langen Prototypen mit Einzelbetten, der ebenfalls gut ankam. Von Anfang an hoben sich die Fahrzeuge von der breiten Masse ab: Der wichtigste Unterschied war das Basisfahrzeug. Der von Bravia Mobil verbaute Peugeot wird sonst in der Branche eher selten genutzt. Hinzu kam die auffallend gute Verarbeitungsqualität des Prototypen sowie der günstige Preis. Letzteres ist sicher dem Vertrieb über die Firma Uwe Gante geschuldet. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert bietet der im nordhessischen Niederelsungen ansässige Händler Reisemobile von Markenherstellern zu besonders günstigen Konditionen an. Möglich wird dies durch den Verzicht auf Importeure und Zwischenhändler. Uwe Gante kauft direkt ab Werk in größeren Stückzahlen ein und kann die gesparten Kosten als Preisnachlässe an die Kunden weitergeben. Damit sollen die Fahrzeuge auch für normale Leute erschwinglich sein. Trotz des günstigen Preises wird ausschließlich Markentechnik verbaut.

Wachsendes Angebot

Die Marke kann sich über ihre Verkaufserfolge in Europa nicht beklagen und ist entsprechend stark gewachsen. Mittlerweile sind fünf Modelle in vier Grundrissen erhältlich. Den Einstieg markiert der jüngste Spross der Bravia Familie. Anstelle des Peugeot Boxer wird der kleinere Peugeot Traveller für den Ausbau genutzt. Auch hier folgt Bravia dem aktuellen Trend nach kleineren und wendigen Vans für den täglichen Gebrauch. Mit einer Höhe von 1,99 Meter passt er sogar in jedes Parkhaus und jede Waschanlage. Sieben Passagiere können in dem kleinen Platzwunder befördert werden. Am Wochenende bietet er bis zu vier Personen ein gemütliches Zuhause. Das nächstgrößere Modell ist der Swan 599. Das rund sechs Meter lange Fahrzeug mit quer eingebautem Heckbett ist sozusagen das „Ur-Modell“ mit dem bei Bravia Mobil alles begann. Der gleiche Grundriss ist auch als Edition 30 in einer besonders umfangreichen Ausstattung und in einem speziellen Design erhältlich. Das nächstgrößere Modell ist der Swan 636. Er bietet zwei einzelne Längsbetten in Fahrtrichtung, was besonders in Deutschland populär ist. Selbstverständlich lassen sich die Einzelbetten auch zu einem großen Doppelbett verbinden. Das Spitzenmodell ist der Swan 699. Schon von außen hebt er sich von dem Rest der Familie ab, das Basisfahrzeug ist bei diesem Modell ein Mercedes Sprinter. Auch dieses Modell hat zwei Einzelbetten im Heck, die sich tagsüber zu einer sehr geräumigen Sitzgruppe umbauen lassen. Gerade an Regentagen oder bei längeren Aufenthalten im Fahrzeug lernt man das zusätzliche Raumangebot zu schätzen. Allen Modellen gemein ist die sehr gute Verarbeitung des Innenausbaus. Durch viele Details wie abgerundete Kanten und gewölbte Schrankklappen kann sich der Möbelbau der Slowenen deutlich von vielen Mitbewerbern abheben. Da der durchschnittliche Bruttoverdienst in Slowenien nur halb so hoch ist wie in Deutschland, kann Bravia mit Handarbeit und Schreinerqualität zu günstigen Preisen punkten.

Bei allen Nasszellen der Swan-Baureihe ist der komplette Boden als Duschtasse ausgelegt, Feuchtigkeitsschäden können so wirkungsvoll verhindert werden. Mit Toilette, Dusche und Waschbecken hat der Swan alles an Bord, um auch abseits von Campingplätzen übernachten zu können. Trotz kompakter Bauweise bietet das Bad mit einem Waschbeckenunterschrank und mehreren Ablagen ordentlich Stauraum. Die einzige Ausnahme hiervon ist der Swan 495. Durch die kompakten Abmessungen muss „der Kleine“ ohne Bad auskommen. Hier ist die Küchenspüle – wie in dieser Fahrzeugklasse üblich – auch gleichzeitig das Waschbecken. Für Notfälle lässt sich ein Porta Potti im Fahrzeug verstauen.

Auch bei den Schlafplätzen unterschiedet sich der 495 von den anderen Modellen. Er ist der Einzige, der ein aufstellbares Schlafdach mit zwei zusätzlichen Schlafplätzen bietet. Alle anderen Modelle verfügen nur über Schlafplätze im Heck und einen dritten, kleineren Schlafplatz in der Sitzgruppe. Hochwertige Matratzen und komfortable Polsterung sorgen für eine erholsame Nachtruhe.

Wie bei den meisten Kastenwagen befindet sich auch bei den Bravias der Küchenblock an der Schiebetür, der so auch von außen zu erreichen ist. Spüle und Herd sind einzeln verbaut und haben jeweils eine eigene Glasabdeckung. So bekommt man maximale Ablagefläche bei minimalem Platzverbrauch. Der zweiflammige Gasherd ist auch für größere Töpfe geeignet und verfügt sogar über eine Taktfunkenzündung. Ein Detail, dass man selbst bei teureren Modellen häufig vergeblich sucht. Die zahlreichen Schubladen und die Hängeschränke bieten Platz für Küchenutensilien und Lebensmittel. Auch hier fällt der 495er aus der Reihe. Er bietet klassentypisch lediglich eine kompakte Küchenzeile gegenüber der Schiebetür. Auch auf einen großen Kühlschrank muss man beim Kleinen verzichten.

Obwohl die Kastenwagen von Bravia Mobil bereits für deutlich unter 40.000 Euro erhältlich sind und sich damit preislich in der Einsteigerklasse bewegen, sind sie durch ihren hochwertigen Ausbau nicht nur für Einsteiger interessant.

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