Vignettenkauf und Maut-Gebühr

Vignettenkauf und Maut-Gebühr

Vignettenkauf und Maut-Gebühr: Über die Beziehung von Hunden zum Österreich-Pickerl

Spätestens seit Ostern rollt die alljährliche Reisewelle Richtung Süden. Oft werden unsere Nachbarländer Österreich und die Schweiz dabei als Transitländer genutzt, um nach Italien zu kommen, obwohl sie selbst beliebte Reiseländer sind. Nicht ganz so beliebt sind die oft teuren Vignetten, die Pkw-Maut, die es in beiden Ländern auf den Autobahnen gibt.
Alleine in Österreich wollten sich im Vorjahr 188.965 Maut-Sünder die Gebühr sparen. Sie verzichteten schlicht auf den Kauf einer Vignette. Erschreckend und schon auch peinlich: über 40 Prozent der Fahrzeuge ohne Vignette kamen aus Deutschland. Dabei kann der Verzicht auf den Kauf einer Vignette sehr teuer werden. Maut-Sünder zahlen bis zu 240,- Euro. Zum Vergleich: Ein Tagesticket kostet in Österreich regulär 9,- Euro, eine Jahresvignette zurzeit 87,30 Euro. Dazwischen gibt es Vignetten für 10 Tage und zwei Monate, gleiches gilt für Motorradfahrer, die jedoch insgesamt weniger zahlen müssen.
Besonders absurd wird es, wenn man sich die Ausreden anhört. Welcher Hund würde schon die Vignette fressen? Interessant oder? Ich meine haben Hunde tatsächlich diese Vorliebe für wichtige Papiere wie Hausaufgaben, Formulare, Akten jeglicher Art? Wie kommt das und warum ist mein Hund da offensichtlich eine Ausnahme? Tatsächlich hat Adele noch nicht ein einziges Formular gegessen. Warum auch?

Andere beliebte Ausreden für das Fahren ohne Vignette auf Österreichs Autobahnen sind unter anderem, dass man von der Maut gar nichts gewusst hätte, dass man dachte, man könne bis zur ersten Autobahnausfahrt mautfrei fahren oder dass man schnell ins Krankenhaus muss. Ne ist klar. Auch Navis werden gerne vorgeschoben, nach dem Motto, dem Ding leiste ich Gehorsam, egal, was es vorschlägt. Ich wollte also gar nicht auf die Autobahn, hatte ich nie vor aber Navi sagt „fahr doch auf die Autobahn“, also habe ich das gemacht. Also wirklich! Andere behaupten nichts davon gewusst zu haben, dass man bei Windschutzscheibenbruch eine Ersatzvignette erhält. Okay, Windschutzscheiben brechen ja auch ständig. Dann wird noch behauptet, man wüsste gar nicht, wo man die Vignette bekommt. Ich meine, klar man hat alles recherchiert, die Reise minutiös geplant, aber weiß nicht wo die Mautgebühr zu entrichten ist. Gerne wird auch behauptet, man hätte von der Vignettenpflicht nichts gewusst, Hinweisschilder nicht gesehen und überhaupt wäre das genutzte Fahrzeug gar nicht das eigene.

Dabei machen es uns unsere österreichischen Nachbarn seit letztem Jahr extra einfach, denn jetzt gibt es sie, die digitale Vignette. Man kann sie einfach online über die Straßenbetreibergesellschaft ASFINAG ordern. Das Kennzeichen wird dabei vom System erfasst, gezahlt wird mittels PayPal, Sofortüberweisung oder mit Kreditkarte. Übrigens haben Kunden in Europa nach dem Kauf zwei Wochen lang das Recht vom Kauf zurückzutreten, so wird die Vignette, wenn man nun noch mit drei Tagen Postlaufzeit rechnet, erst am achtzehnten Tag nach dem Kauf gültig. Ab Mitte 2018 soll es die digitale Vignette auch in den ADAC Geschäftsstellen geben. Kauft man sie dort, entfällt die Sperrfrist und die Vignette wird sofort gültig. Auch Klebevignetten gibt es in den ADAC Geschäftsstellen. Sie können zudem unter www.adac-shop.de erworben oder telefonisch unter 0800 510 11 12 bestellt werden. Achtung: wenn Sie bei der nächsten Fahrt nach Österreich behaupten wollen, dass Sie von der Mautpflicht nichts wussten und auch gar nicht wussten wo es Vignetten gibt und dass ihr Hund überhaupt auch so einiges gefressen hätte, dann sagen Sie doch auch gleich, dass sie dieses Heft gar nicht kennen, nur so zur Sicherheit. Ich denke, der Österreicher oder Schweizer glaubt das meiste davon. Oder haben Sie etwa gar keinen Hund?


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