Land Rover Discovery

Land Rover Discovery

Zugkrafttest mit Road Train im Australischen Outback

Ein Land Rover Discovery Td6 ist, laut technischem Datenblatt, in der Lage, eine maximale Anhängelast von 3500 Kilogramm zu ziehen. Ganz ordentlich. Aber was schafft das Fahrzeug tatsächlich? Ein Team von Jaguar Land Rover Ingenieuren hat die Zugkraft des neuesten Modells der Land Rover Discovery Familie kürzlich in Australien getestet. Mit erstaunlichem Ergebnis. Wir befinden uns im australischen Outback, irgendwo im Nirgendwo und die Aufgabe scheint schlicht nicht machbar. Ein Land Rover Discovery Td6 soll einen dieser gigantischen australischen Road Trains ziehen. Der Lkw ist 100 Meter lang und bringt unglaubliche 110 Tonnen auf die Waage. Eigens für das Experiment wurden 16 Kilometer des Lasseter Highways gesperrt. 

Der Highway ist durchgehend asphaltiert und verläuft in Ostwest-Richtung im Süden des Northern Territory. Hier führt er südwestlich von Alice Springs zum Uluru-Tjuta-Nationalpark, eine bei Touristen beliebte Gegend, in der sich der Uluru, der Ayers Rock, befindet.

Das Experiment beginnt. Neben dem 110-Tonner sieht der Discovery beinahe winzig aus. Dementsprechend groß ist die Skepsis. John Bilato, Chef des Speditionsunternehmens, welches den Road Train zur Verfügung gestellt hat, ist sich sicher: „Das wird der Kleine nie schaffen“. 

Dabei ist es nicht das erste Experiment dieser Art. Bereits 1998 hat der Land Rover Discovery mehrere Eisenbahnwaggons gezogen. Auch 2016 schaffte es der Discovery Sport, drei Waggons mit einem Gesamtgewicht von 100 Tonnen über eine Schweizer Eisenbahnbrücke zu ziehen. Aber der Highway im Australischen Outback, die Strecke, der Lkw, all das scheint ein ganz anderes Kaliber zu sein. Optimismus wäre vielleicht angebracht, doch Skepsis herrscht vor.
Der 110-Tonner ist 100 Meter lang und wird von einem Dieselmotor mit 15 Litern Hubraum angetrieben. Während der Fahrt setzt der Road Train ein Drehmoment von 2983 Newtonmetern ein. Das ist fast fünfmal so viel wie der Land Rover Discovery Td6-Diesel mit seinen 600 Newtonmetern zur Verfügung hat. Andererseits glänzt der Discovery durch ein Standard-Acht-Gang-Automatikgetriebe mit Allradantrieb, welches 190 kW/ 258 PS leistet.

Eigentlich dürfen australische Road Trains lediglich 176 Fuß (53,5 Meter) lang sein. Eigens für den Test wurde das Maß verdoppelt. Auch das Gewicht des Lkw beträgt unbeladen nur 100 Tonnen. Da man jedoch den Test des Vorjahres in der Schweiz überbieten wollte, bekam der Road Train eine Zuladung von zehn Tonnen. 

Quentin Spottiswoods, Entwicklungsingenieur bei Land Rover, zeigte sich optimistisch. Immerhin war Zugkraft schon immer eine wichtige Eigenschaft des Discovery.
Schnell zeigte sich, dass Spottiswoods Recht behalten sollte. Der Land Rover Discovery Td6 schaffte es tatsächlich, den Rollwiderstand von 79 Achsen zu überwinden und 110 Tonnen Gewicht über eine Strecke von 16 Kilometern zu ziehen. Dabei betrug das Durchschnittstempo 44km/h.

Kein Wunder, dass der Land Rover Discovery seit jeher zu den beliebtesten Zugfahrzeugen für Caravans und sonstige Anhänger gehört. Dabei geht es nicht nur um Zugkraft. Das Fahrzeug überzeugt zudem mit einem erweiterten Anhängerassistenten zur Erleichterung des rückwärtigen Rangierens mit Anhänger. Dabei übernimmt das System während des Rückwärtsfahrens schwierige Aspekte des Rangierens, wie zum Beispiel das richtige und rechtzeitige Gegenlenken. Denn nur so können Zugfahrzeug und Anhänger exakt in die gewünschte Position verbracht werden. Genial, der Fahrer bestimmt, wo er hinmöchte und visiert das Ziel mit einem Drehregler an. Die Rückfahrkamera überträgt die entsprechenden Bilder, in die Fahrlinien für das Gespann eingeblendet werden. 

Spannend, mal sehen, was die nächste Generation des Land Rover Discovery zu ziehen vermag.


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