Erste Hilfe leisten

Erste Hilfe leisten

Über die Pflicht Samariter zu sein

Beinahe täglich hört man, dass Gaffer den Einsatz von Rettungskräften an Unfallstellen oder Unglücksorten behindern. Dabei sollte es doch menschlich sein, zu helfen, wo man kann, schließlich könnte man selbst einmal in eine Lage kommen, in der Hilfe lebenswichtig ist. Ein Erste-Hilfe-Kurs ist essentieller Bestandteil der Erlangung der Fahrerlaubnis. Tatsächlich verlangt der Gesetzgeber von jedem, an einem Unfallort Hilfe zu leisten. Andernfalls macht man sich laut Paragraph 323c des Strafgesetzbuches sogar wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Schockierend wie oft dies ignoriert wird.
Der sogenannte „Samariter-Paragraph“ findet deutliche Worte: „Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft“. Das heißt doch, dass man so richtig ganz gute Gründe braucht, um von der Verpflichtung zu helfen entbunden zu sein. Hierzu zählt zum Beispiel eine erhebliche Eigengefährdung. Keinesfalls ein guter Grund wäre ein Geschäftstermin und sei er noch so wichtig.

So weit so gut, aber warum wird trotzdem selten geholfen? Sensationslust? Leider, scheint dies heutzutage tatsächlich oft der Fall zu sein, vor allem wenn man von Gaffern hört. Traurig. Aber es schwingt oft auch Angst mit. Was, wenn ich helfe und etwas falsch mache? Oft wird diese Befürchtung geäußert, jedoch entbindet Angst vor Fehlern nicht von der Pflicht zu helfen. Das Goslar Institut für verbrauchsgerechtes Versichern weist darauf hin, dass Helfer am Unfallort grundsätzlich gegen alle denkbaren Schäden versichert sind. Dies gilt auch, wenn ein Ersthelfer unwissentlich einem Verletzten schadet, sofern kein Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorliegt. So ist es der größte Fehler, den man machen kann, schlicht nichts zu tun. Andererseits muss man sich nicht selbst in Gefahr bringen, um seiner Pflicht zu helfen nachzukommen. 

Wie sollte man sich also verhalten, wenn man als erster an einem Unfallort eintrifft. Zunächst gilt es, das eigene Fahrzeug mit einem Sicherheitsabstand zum Unfallgeschehen abzustellen und die eigene Warnblinkanlage einzuschalten. Man zieht seine Warnweste an und stellt zur Absicherung des Unfallorts und zur eigenen Sicherheit ein Warndreieck auf. Befindet man sich auf der Autobahn, sollten alle Wege möglichst hinter der Leitplanke zurückgelegt werden. Schnellstmöglich sollten die Polizei sowie Rettungskräfte informiert werden.

Bis zum Eintreffen professioneller Rettungskräfte, muss man Ersthilfe leisten. Idealerweise hat man sein Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig aufgefrischt, wie es grundsätzlich von Rettungsfachleuten empfohlen wird.  Bei der Ersthilfe ist es wichtig, zu kontrollieren, ob der Verletzte bei Bewusstsein ist und ob er atmet. Ist letzteres nicht der Fall, müssen Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden. Das heißt konkret, man muss unverzüglich mit der Beatmung und einer Herz-Druck-Massage beginnen. Kann eine Atmung festgestellt werden, sollte der Verletzte in die stabile Seitenlage verbracht werden. Vor einer Unterkühlung ist zu schützen. Tröstende, beruhigende Worte helfen jedem Verletzten.
Sieht man sich als Ersthelfer mit einem Unfall konfrontiert, sollte man immer daran denken, dass man selbst einmal in diese Lage kommen kann und froh wäre, wenn andere Menschen helfen, anstatt als Gaffer Rettungskräfte zu behindern. Erste Hilfe sollte immer selbstverständlich sein.

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