Kompakte Einsteigermodelle

Kompakte Einsteigermodelle

CMT 2018: Caddy Beach, Campster oder Stadtindianer – Kompakte Einsteigermodelle im Vergleich

Auch in diesem Jahr bot die CMT in Stuttgart zu Beginn des neuen Reisejahres einen ausgewogenen Rundumblick über Neuheiten und Trends der Branche. Dabei wendete sich die Messe durchaus nicht nur an Experten und eingefleischte Campingfans, sondern auch an Neueinsteiger. Gerade wenn man den Kauf des ersten eigenen Reisemobils plant, ist es oftmals schwierig, den Überblick zu behalten. Es gibt einfach zu viele Hersteller, Modelle und zu viel, was man einfach gar nicht wissen kann. Noch komplizierter wird es, wenn man sein Budget im Auge behalten möchte. Wenn man zum Beispiel nicht mehr als 40.000,- Euro ausgeben möchte und trotzdem gerne ein gut ausgestattetes Neufahrzeug mit allen Annehmlichkeiten hätte. In diesem Fall wäre eventuell ein Kastenwagen eine echte Alternative. Wir haben uns auf der CMT in Stuttgart einmal umgesehen und speziell für Camping-Einsteiger drei dieser Kastenwagen ausgewählt. Der große Vorteil den alle drei Fahrzeuge bieten: Sie sind nicht nur als Reisemobil nutzbar, sondern in vollem Umfang alltagstauglich und liegen somit im Trend der Zeit.

Besonders empfehlenswert für Neueinsteiger sind der Zoom Stadtindianer auf Nissan NV200 Basis, der Pössl Campster auf Basis des Citroen Space Tourer und der Volkswagen Caddy Beach.

Alle drei Fahrzeuge sind gut ausgestattet und liegen, zumindest mit ihrem Basispreis, innerhalb unseres selbst gesetzten Limits von 40.000,- Euro. Nun gut, zugegeben der Stadtindianer sprengt den rahmen mit 42.200,- Euro etwas, aber dafür bietet Zoom extra viel Komfort, einen leistungsstarken Motor und ein Navigationsgerät. Zudem liegt eine Abpreisliste vor. Wenn mal also auf den ganz großen Luxus verzichtet, bewegt man sich wieder im Rahmen, denn dann ist der Zoom Stadtindianer für 39.000,- Euro zu haben. Der Basispreis des Pössl Campster liegt bei 37.990,- Euro und der VW Caddy Beach ist inklusive Campingausstattung bereits für unter 23.000,- Euro erhältlich. Für maximalen Campinggenuss sollte man im Falle des VW Caddy jedoch die Maxi-Version wählen, da diese dank des größeren Radstandes mehr Platz an Bord bietet. Fügt man zudem den praktischen Allradantrieb 4Motion sowie einen recht leistungsstarken 122 PS Diesel hinzu, liegt das Fahrzeug preislich etwa bei 33.000,- Euro und ist somit immer noch das günstige der drei ausgewählten Kastenwagen.
Insgesamt bieten Zoom und Pössl mehr Reisemobil-Feeling als der Caddy. Dies liegt unter anderem an der durch das Hubdach erreichten komfortablen Stehhöhe im Innenraum sowie, im Falle des Pössl Campster, auch an der Anzahl der Schlafplätze, denn Pössl bietet vier Schlafplätze und kann damit durchaus auch Familien-Mobil sein. Sowohl Pössl als auch Zoom haben einen funktionalen Küchenblock an Bord. Dieser ist mit Kocher, Spüle und Stauschränken ausgestattet. Möchte man den Pössl Campster im Alltag nutzen, lässt sich der Küchenblock entfernen und durch eine mittlere Sitzreihe ersetzen, was aber mit einigem Aufwand verbunden ist. Der Zoom Stadtindianer ist mit einer Länge von 4,40 Metern gut einen halben Meter kürzer als der Pössl. Zudem ist er im Innenraum weniger variabel und bietet lediglich zwei Schlafplätze im Hubdach. Diese sind allerdings höchst komfortabel und überhaupt bietet das Fahrzeug einige clevere Detaillösungen, welche man bei den anderen beiden Kastenwagen vergeblich sucht. Das Küchenmodul ist im Stadtindianer einfach entnehmbar, den Esstisch kann man innen und außen nutzen.

Der preisgünstigere VW Caddy Beach ist funktional mit einem klappbaren Heckbett ausgestattet. Mehr Raum steht in der Maxi-Version zur Verfügung. Maßgeschneiderte, entnehmbare Stofftaschen an den Seitenwänden sorgen für Stauraum. Stehhöhe ist nur im Heckzelt gegeben, nicht jedoch im Fahrzeug selbst. So eignet sich der Caddy eher für den Wochenendausflug oder die spontane Übernachtung, während Stadtindianer und Campster durchaus urlaubstauglich sind.
Ein großes Plus des Caddy ist andererseits seine hohe Fahrsicherheit sowie der Fahrkomfort, welcher auch auf längeren Fahrten ganz einfach Spaß macht. Alle drei Fahrzeuge sind mit einer ganzen Reihe an modernen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet, jedoch zeichnet sich vor allem der VW Caddy in Sachen Konnektivität und Straßenlage aus. Überhaupt ist der Caddy funktional und hat auch in Sachen Verarbeitung und Qualität die Nase deutlich vorn, obwohl auch das Zoom Modell in dieser Hinsicht punkten kann, denn auch im Stadtindianer stecken viel Liebe zum Detail und gut durchdachte Lösungsansätze. Hier erkennt man deutlich, dass die kleine Merchinger Manufaktur nach Auftrag arbeitet und dabei durchaus auf Handarbeit setzt, während sich im Campster doch hin und wieder der enorme Kostendruck der Fertigung bemerkbar macht.

Alle drei Modelle sind und bleiben Kastenwagen. Hier sollte man sich keinerlei Illusion hingeben. Auch wenn sie durchaus für die Reise geeignet sind und eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich bringen, lassen sie den Komfort eines Teil- oder Vollintegrierten Fahrzeugs missen.

Der Caddy Beach ist funktional und eignet sich für kurze Wochendtripps, die vorzugsweise auf einem Campingplatz enden sollten, da sanitäre Einrichtungen nicht an Bord sind. Der Stadtindianer von Zoom geht einen Kompromiss ein zwischen uneingeschränkter Alltagstauglichkeit und Reise-Begleiter, während Pössl vor allem durch Variabilität punkten kann. So bietet der Campster bis zu vier Schlafplätze und bis zu sieben gurtgesicherte Sitzplätze.

Schlendert man als Campingeinsteiger gut informiert über eine der großen Messen der Branche und weiß man genau, was man möchte und was nicht, wird man mit ein bisschen zusätzlicher Beratung ganz sicher auch in dieser Saison fündig. Die drei vorgestellten Kastenwagen eignen sich hervorragend als Startpunkt auf der Suche zum eignen Einsteiger-Mobil.

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